Politik antwortet auf Memorandum zur Bundestagswahl 2009 „Gewaltkonflikten vorbeugen“

Pressemitteilung vom 01.09.2009

Das Memorandum zur Bundestagswahl 2009 „Gewaltkonflikten vorbeugen: sichtbarer – wirksamer – handlungsfähiger“ ist auf große Resonanz gestoßen. Anlässlich des Antikriegstags am 1. September veröffentlichen seine Verfasser, namhafte Vertreter der deutschen Friedens- und Konfliktforschung, eine Liste der bisherigen Unterstützerinnen und Unterstützer sowie die Stellungnahmen der Bundestagsparteien.

„Mit unserem Memorandum zur Bundestagswahl 2009 wollen wir gerade vor dem Hintergrund des Afghanistan- und Somalia-Einsatzes der Bundeswehr die Strategiediskussion über Inhalt und Format deutscher Friedens- und Sicherheitspolitik intensivieren. Der Präventionsgedanke muss dabei einen zentralen Platz einnehmen“, betonen Peter J. Croll, Direktor des BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn), Tobias Debiel, Direktor des INEF (Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen), Hans-Joachim Giessmann, Direktor des Berghof Research Center for Constructive Conflict Management, Jörn Grävingholt, Wissenschafter am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE), Bernhard Moltmann, Vorsitzender der Fachgruppe „Rüstungsexporte“ der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE), und Hans-Joachim Spanger, Programmbereichsleiter und Mitglied des Vorstands der HSFK (Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung) zum Antikriegstag am 1. September.

Alle Bundestagsparteien befürworten das Ziel, Sicherheitsrisiken präventiv zu minimieren, auch wenn sie die Vorschläge des Memorandums in ihren Stellungnahmen unterschiedlich bewerten. „Wir wünschen uns eine lebhafte Diskussion der friedenspolitischen Ideen im Wahlkampf. Nach der Wahl hoffen wir auf konkrete Schritte zur Stärkung einer präventiven und zivilen Außen- und Sicherheitspolitik“, erklären die Verfasser, die Mitglieder des Beirats zum Aktionsplan „Zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung“ sind.

Zivile Krisenprävention und die Fähigkeit zur Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung sind notwendiger denn je. Die deutsche Friedenspolitik muss profilierter und handlungsfähiger werden, fordert das Memorandum. „Hierzu haben wir Vorschläge gemacht, die nicht nur von Vertreterinnen und Vertretern der Friedens- und Konfliktforschung, sondern auch von Verantwortlichen aus der Praxis und Nichtregierungsorganisationen befürwortet werden“, unterstreichen die Erstunterzeichner und hoffen auf weitere Unterstützung.

Zu den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern des Memorandums gehören bisher die Professoren für Friedens- und Konfliktforschung Ulrich Albrecht und Dieter Senghaas ebenso wie Wolfgang Jamann, Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender Deutsche Welthungerhilfe e.V., Angela König, Geschäftsführerin EIRENE International, Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF), und Tilman Evers, Vorsitzender des Forum Ziviler Friedensdienst e.V., sowie der Initiativkreis der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung.

Das Memorandum wird unterstützt von:

  • Ulrich Albrecht, Professor für Friedens- und Konfliktforschung (a. D.) Otto-Suhr-Institut Freie Universität Berlin
  • Anna Ammon, Leiterin der Akademie für Konflikttransformation
  • Angelika Beer, eh. MdEP, Expertin für Außen- und Sicherheitspolitik
  • Michael Brzoska, Direktor Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)
  • Jörg Calließ, Technische Universität Braunschweig
  • Hans-Georg Ehrhart, Head Centre for European Peace and Security Studies (ZEUS), Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH)
  • Steffen Emrich, Berater und Trainer im Bereich Friedensförderung
  • Fernando Enns, Leiter der Arbeitsstelle Theologie der Friedenskirchen, Universität Hamburg
  • Tilman Evers, Vorsitzender des Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
  • Martina Fischer, Stv. Leiterin des Berghof Research Center for Constructive Conflict Management; Stv. Vorsitzende des Stiftungsrats der Deutschen Stiftung Friedensforschung
  • Christiane J. Fröhlich, Herausgeberin Friedensgutachten, FEST e.V. Heidelberg
  • Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)
  • Jochen Hippler, Herausgeber Friedensgutachten, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Universität Duisburg-Essen.
  • Initiativkreis der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
  • Wolfgang Jamann, Generalsekretär, Vorstandsvorsitzender Deutsche Welthungerhilfe e.V.
  • Martin B. Kalinowski, Direktor Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung Universität Hamburg
  • Uwe Kievelitz, Gruppenleiter Programm Rückkehrende Fachkräfte, Head of the Returning Experts Programme, Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)
  • Angela König, Geschäftsführerin EIRENE International
  • Christiane Lammers, LAG Friedenswissenschaft in NRW
  • Thilo Marauhn, Geschäftsführender Direktor des Zentrums für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung, Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Volker Matthies, Hamburg
  • Andreas Mehler, Direktor Institute of African Affairs / Institut für Afrika-Studien, German Institute of Global and Area Studies
  • Wolf-Christian Paes, Senior Project Manager BICC
  • Conrad Schetter, Senior Researcher Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)
  • Bruno Schoch, Herausgeber Friedensgutachten, Vorsitzender des Forschungsrats und Projektleiter HSFK
  • Sabine von Schorlemer, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF) und Mitglied des Beirats Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF)
  • Ulrich Schneckener, Internationale Beziehungen Universität Osnabrück, Fachbereich Sozialwissenschaften
  • Dieter Senghaas, Professor für Friedens-, Konflikt- und Entwicklungsforschung an der Universität Bremen
  • Angelika Spelten, Vertreterin von INEF und Plattform Zivile Konfliktbearbeitung bei FriEnt
  • Hartwig Spitzer, Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung Universität Hamburg
  • Otmar Steinbicker, Vorsitzender des Aachener Friedenspreis e.V.
  • Helga Tempel, Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzende des Forum Ziviler Friedensdienst e.V.
  • Ulf Terlinden, INEF Associate
  • Uwe Trittmann, Evangelische Akademie Villigst
  • Heinz Wagner, Geschäftsführer des Forum Ziviler Friedensdienst, Bonn
  • Marc von Boemcken, Senior Researcher BICC
  • Christoph Weller, Professor für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung an der Universität Augsburg
  • Lars Wirkus, Senior Researcher BICC, Research Associate UNU-EHS
  • Herbert Wulf, Research Associate am BICC und am INEF

Für weitere Informationen wenden sie sich bitte an:
Susanne Heinke
Pressesprecherin BICC (Internationales Konversionszentrum Bonn)
Telefon: ++49-228-911 96 44
E-Mail: pr@remove-this.bicc.de

Stabsstelle Kommunikation
Telefon: +49 (0)228-94 927-137
E-Mail: presse@die-gdi.de

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