Klimaschutz als Weltbürgerbewegung: Sondergutachten

Klimaschutz als Weltbürgerbewegung: Sondergutachten

Download PDF 4.5 MB

Schellnhuber, Joachim / Dirk Messner / Frauke Kraas / Claus Leggewie / Peter Lemke / Ellen Matthies / Nakisa Nakicenovic / Sabine Schlacke / Uwe Schneidewind
Buchveröffentlichungen (2014)

Berlin: Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)

ISBN: 978-3-936191-42-4

Der 5. Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC) macht unmissverständlich klar: Inakzeptable Klimafolgen, die sich jenseits der 2 °C-Leitplanke häufen dürften, können nur vermieden werden, wenn der weitere Anstieg der Treibhausgaskonzentration so bald wie möglich gestoppt wird. Der WBGU empfiehlt daher, die CO 2 -Emissionen aus fossilen Energieträgern bis spätestens 2070 auf Null zu senken. Dies ist ein ebenso ehrgeiziges wie prägnantes Politikziel, denn jedes Land, jede Kommune, jedes Unternehmen und jeder Bürger müssen „die Null schaffen“, wenn die Welt als Ganzes klimaneutral werden soll. Die 2 °C-Linie kann allerdings nur gehalten werden, wenn zahlreiche Akteure – insbesondere die OECD-Staaten – schon deutlich früher ihre Emissionen herunterfahren. Der Weltgesellschaft als Ganzes steht ein eng begrenztes Kohlenstoffbudget zur Verfügung, so dass der Scheitelpunkt der Emissionen möglichst bis 2020, auf alle Fälle aber in der dritten Dekade erreicht werden sollte. Der WBGU umreißt in diesem Gutachten eine Doppelstrategie für den globalen Klimaschutz, die auf das Zusammenspiel von Multilateralismus und Zivilgesellschaft setzt. Dafür sollte zum einen das für Ende 2015 angestrebte Pariser Klimaabkommen bestimmte Merkmale aufweisen, die der Beirat benennt. Insbesondere sollte ein Prozess vereinbart werden, der die Einhaltung der 2 °C-Leitplanke sicherstellt. Zum anderen sollten alle gesellschaftlichen Akteure ihre spezifischen Beiträge zur Dekarbonisierung leisten. So kann eine verschränkte Verantwortungsarchitektur für die Zukunft unseres Planeten entstehen, in der vertikales Delegieren und horizontales Engagieren keinen Gegensatz bilden, sondern sich wechselseitig verstärken.

Über den Autor

Messner, Dirk

Politikwissenschaftler

Dirk Messner

Weitere Expertinnen/Experten zu diesem Thema

Altenburg, Tilman

Wirtschaftsgeograph 

Bauer, Steffen

Politikwissenschaftler 

Brandi, Clara

Ökonomin und Politikwissenschaftlerin 

Dombrowsky, Ines

Ökonomin 

Horstmann, Britta

Geographin 

Never, Babette

Politikwissenschaftlerin 

Pauw, Pieter

Umweltwissenschaftler 

Pegels, Anna

Ökonomin 

Scholz, Imme

Soziologin 

Mathis, Okka Lou

Politikwissenschaftlerin 

Keil, Jonas

Ökonom 

Müngersdorff, Maximilian

Sozialwissenschaftler 

Mockshell, Jonathan

Agrarökonom 

Janetschek, Hannah

Politikwissenschaftlerin 

Matias, Denise Margaret

Umwelt- und Agrarwissenschaftlerin 

Tawfik, Rawia

Politikwissenschaftlerin 

Fuhrmann, Hanna

Ökonomin 

Schoderer, Mirja

Umweltwissenschaftlerin 

Malerba, Daniele

Ökonom 

Kuhn, Sascha

Sozialpsychologe 

Nguyen, Quynh

Politikwissenschaftlerin 

Lambert, Claire

Geographin 

Kontakt

Cornelia Hornschild (Publikationsstelle)

Andrea Ueding (Bibliothek und Publikationen / Anfragen)