Nexus-Forschung trifft Nexus-Praxis

Event Type
Fachtagung

Location/Date
Bonn, 21.11.2016

Organiser
Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)


Mit der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung haben die Vereinten Nationen ein ehrgeiziges Programm formuliert. Wenn die 17 Ziele – und insbesondere die Ziele Ernährungs-sicherheit (SDG 2), Wassersicherheit (SDG 6), Energiesicherheit (SDG 7), Bekämpfung des Klimawandels (SDG 13) und Schutz von Landökosystemen (SDG 15) – erreicht werden sollen, wird dies, gemeinsam mit den Auswirkungen globaler Trends wie dem Klimawandel, die Konkurrenz um die Nutzung von Wasserressourcen, Energieträgern und Land verstärken. Investitionen sind in großem Maße zu tätigen, und Dienstleistungen müssen entscheidend verbessert werden, um die Unterversorgung zu überwinden und die allgemeine Wohlfahrt zu steigern. Weltweit haben etwa 1,8 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, knapp zwei Milliarden leiden unter Mangelernährung, 2,6 Milliarden haben keinen Zugang zu modernen Energieträgern und weitere 2,4 Milliarden Menschen leben ohne adäquate Sanitärversorgung.

Um diese vernetzten Versorgungsrisiken anzugehen, sind isolierte miteinander um dieselben Naturressourcen konkurrierende Sektorpolitiken nicht die Lösung, sondern oft das Problem. Der Nexus-Ansatz verspricht eine adäquate, vernetzte Problembearbeitung durch eine koordinierte Steuerung und angemessene Governance. Wie diese aussehen könnte, ist Gegenstand des BMZ-finanzierten Nexus-Forschungsprojekts, dessen Inhalt und Ergebnisse auf der Veranstaltung vorgestellt wurden. Die Verankerung des Nexus-Ansatzes in der Wasserstrategie des BMZ und eine Darstellung der Erfahrungen und Ansätze im EZ-Portfolio, aber auch aus Deutschland und Europa vervollständigten das Bild.

Während der Fachtagung tauschten sich Teilnehmer und Veranstalter u.a. über folgende Themen aus:

  • Wie können die Forschungsergebnisse für die EZ nutzbar gemacht werden?
  • Welche neuen anwendungsorientierten Nexus-bezogenen Forschungsthemen können die Umsetzung der Agenda 2030 befördern?
  • Welche Anreize können geschaffen werden, um den Nexus Ansatz regional, national und lokal in anderen Regionen zu verankern?
  • Welche multi-sektoralen Vorhabensansätze sind für den Nexus denkbar?

Event information

Date / h
21.11.2016 / 10:00 - 16:00

Location
Bonn

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
Tulpenfeld 6
D-53113 Bonn
Telefon +49(0)22894927-0
Fax +49(0)22894927-130
DIE@die-gdi.de