Biokraftstoffe für Entwicklung? Erfahrungen und aktuelle Trends in Subsahara-Afrika

Pressemitteilung vom 29. Oktober 2009

Biokraftstoffe wurden in der Vergangenheit aufgrund ihres vielfältigen Potenzials bei der Schaffung von Einkommen, der Energieversorgung und Klimaschutz gefördert. Diese positive Bewertung hat sich verändert. Risiken rückten in den Vordergrund und Vorteile wurden in Frage gestellt. Doch was überwiegt?

So stellt sich aus Sicht der Entwicklungszusammenarbeit die Frage, welche Projekte im Bereich Biokraftstoffe unterstützt werden sollten und welche eher nicht? Antworten soll das "Biofuels Expert Meeting" am 5. und 6. November 2009 in Bonn geben. Es findet statt beim Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Veranstalter sind das DIE, die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH. Im Fokus steht Subsahara-Afrika. Die Teilneh­menden sind nationale und internationale Experten aus der Entwicklungszusammen­arbeit, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und von internationalen Organisationen. Sie präsentieren Biokraftstoffprojekte und stellen Ergebnisse aus aktuellen Studien zur Diskussion.

Dabei sein wird Donald Mitchell, Chefökonom der Weltbank für Landwirtschaft und ländliche Räume, der mit seinem kritischen Bericht zum negativen Einfluss von Biokraftstoffen auf die Ernährungssicherheit auf große Resonanz gestoßen ist. Nikolai Germann steht als Managing Director des Unternehmens Addax Bioenergy für ein Bioethanol-Projekt in Sierra Leone, das mehr als 4000 Menschen beschäftigt. Beide werden zum Auftakt der Veranstaltung am 5. November 2009 zu Wort kommen und die etwa 60 versammelten Experten zu einem konstruktiven Austausch anregen. Der zweite Tag der Veranstaltung dient der Erarbeitung von Empfehlungen zu einzelnen Themen wie Ernährungssicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Auftraggeber ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Programm und Informationen: www.die-gdi.de

Ansprechpartner sind:

Deutsches Institut für Entwicklungspolitik - German Development Institute (DIE)
Michael Brüntrup
Fon +49 228 - 94927 - 164
Michael.Bruentrup@remove-this.die-gdi.de

Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ)
Jutta Schmitz
Fon +49 6196 - 79 2438
Jutta.Schmitz@remove-this.gtz.de

InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH
Dieter Anders
Fon +49 34202 - 845 - 203
Dieter.Anders@remove-this.inwent.org

The Institute in Brief:

The German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) is one of the leading Think Tanks for development policy world-wide. It is based in the UN City of Bonn. DIE builds bridges between theory and practice and works within international research networks. The key to DIE’s success is its institutional independence, which is guaranteed by the Institute’s founding statute. Since its founding in 1964, DIE has based its work on the interplay between Research, Consulting and Training. These three areas complement each other and are the factors responsible for the Institute’s distinctive profile.
Every Monday, the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) comments the latest news and trends of development policy in The Current Column.
The German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) is headed by Imme Scholz (Acting Director). DIE is member of the Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft.