Flucht und Vertreibung als entwicklungspolitische Herausforderung: die MENA-Region im Brennpunkt

Flucht und Vertreibung als entwicklungspolitische Herausforderung: die MENA-Region im Brennpunkt

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Schraven, Benjamin / Bernhard Trautner
Mitarbeiter sonstige

in: Jahresbericht 2015-2016: Brücken bauen zwischen Theorie und Praxis, Bonn: German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE), 22-25

ISBN: 978-3-96021-012-2

Ende 2015 waren 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht – so viele wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Trotz stark gestiegener Flüchtlingszahlen in Deutschland und Europa und infolgedessen einer fundamental veränderten öffentlichen Wahrnehmung: Die globale Flüchtlingskrise bleibt in erster Linie eine Krise der Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Mehrheit der weltweit Fliehenden kommt nicht nur aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die meisten verlassen auch das eigene Herkunftsland oder die Region nicht. Etwa ein Viertel der weltweit Fliehenden und Vertriebenen halten sich in der Region Nahost/ Nordafrika (MENA) auf. Betroffen sind aber nicht nur Menschen aus den gegenwärtig zerfallenden Staaten Syrien, Irak und Jemen, sondern auch Personen, denen Staatlichkeit bislang verwehrt wurde: Palästinensische Flüchtlinge oder jene aus der Westsahara, die zum Teil seit Jahrzehnten in Lagern leben, werden häufig vergessen. Die internationale Entwicklungszusammenarbeit muss in der MENA-Region – und auch anderswo - langfristig zukünftigen, primären Konflikt- bzw. Fluchtursachen entgegenwirken, indem sie neben dem Kampf gegen Armut, Hunger und Klimawandel auch die Schaffung inklusiver und gleichzeitig widerstandsfähiger politischer Strukturen stärker in den Fokus nimmt. Friedensförderung, Krisenprävention sowie die Förderung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sollten daher als Schwerpunktthemen der Entwicklungspolitik gestärkt werden.

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