Politische Ökonomie der Entwicklungszusammenarbeit

Die politische Ökonomie der bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) ist gekennzeichnet durch die unterschiedlichen Interessen, Anreize, Machtverhältnisse und Ressourcen der verschiedenen Akteure in der EZ. Diese bestimmen Handlungsoptionen im Verhältnis von Geber- und Partnerländer untereinander, sowie in internationalen Foren wie dem Global Partnership for Effective Development Cooperation oder dem Development Cooperation Forum der Vereinten Nationen. Die Untersuchung der unterschiedlichen Interessen und Anreize in der EZ spielt dabei besonders mit Blick auf die Umsetzung der rechtlich unverbindlichen internationalen Wirksamkeitsagenda (festgeschrieben unter anderem 2005 in der Paris-Erklärung über die Wirksamkeit der EZ) eine wichtige Rolle. Den Kern der Agenda bilden Prinzipien und Verfahrenshinweise zur Steigerung der Effektivität und Effizienz der EZ - wie Maßnahmen zur stärkeren Nutzung öffentlicher Systeme (Budgetplanung und –umsetzung etc.) in Partnerländern oder einer verstärkten gegenseitigen Rechenschaftsplicht - die am Reformunwillen in der EZ zu scheitern drohen. Ziel der Analyse ist das Aufzeigen von realisierbaren Reformvorschlägen, die sich im Rahmen der politischen Ökonomie der EZ an der Wirksamkeitsagenda orientieren.

International Development Blog

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Auf unserem Blog wollen wir unter anderem zum Austausch über die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit anregen.