Fragile Staatlichkeit und Gewaltkonflikte

Fragile Staaten sind eine der größten Herausforderungen für die Bewältigung internationaler Aufgaben wie der Reduzierung der weltweiten Armut oder der Bewirtschaftung globaler öffentlicher Güter, aber auch für die Etablierung demokratischer Staatlichkeit. Oft geht staatliche Fragilität mit physischer Gewalt gegen erhebliche Teile der Bevölkerung einher. Zugleich werden fragile und konfliktbetroffene Staaten zunehmend als Sicherheitsbedrohung für die Gesellschaften der OECD-Welt wahrgenommen. Entwicklungszusammenarbeit mit und in diesen Staaten scheint daher einerseits geboten, ist andererseits aber mit ganz besonderen Schwierigkeiten bei der Programmierung, Umsetzung und Wirkungsanalyse konfrontiert.
Staatliche Fragilität ist ein mehrdimensionales Problem, in dem sich Leistungsschwäche des Staates, unkontrollierte Gewalt und Legitimitätsdefizite in unterschiedlicher Weise verbinden. Dementsprechend bildet die Unterscheidung verschiedener „typischer“ Fragilitätskontexte einen wichtigen Ausgangspunkt unserer Analysen.

Zwei Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Forschung zu fragiler Staatlichkeit und Gewaltkonflikten:

  • Ursachen und Konsequenzen von Fragilität sowie Wege zu ihrer Überwindung
  • Geberkoordinierung und Geberstrategien im entwicklungspolitischen Umgang mit Staatszerfall

Aktuelle Publikationen

The First Yearbook of Climate Action: What businesses, cities and regions do, and which next steps are needed?

Chan, Sander / Thomas Hale / Angel Hsu / Friederike Eichhorn / Ann Gardiner / Brendan Guy
Die aktuelle Kolumne, 16.11.2017

The politics of finance: how capital sways African Central Banks

Dafe, Florence
Externe Publikationen, 15.11.2017

Klimakonferenz in Bonn: Good COP oder Bad COP?

Bauer, Steffen
Die aktuelle Kolumne, 14.11.2017