Fragile Staatlichkeit und Gewaltkonflikte

Fragile Staaten sind eine der größten Herausforderungen für die Bewältigung internationaler Aufgaben wie der Reduzierung der weltweiten Armut oder der Bewirtschaftung globaler öffentlicher Güter, aber auch für die Etablierung demokratischer Staatlichkeit. Oft geht staatliche Fragilität mit physischer Gewalt gegen erhebliche Teile der Bevölkerung einher. Zugleich werden fragile und konfliktbetroffene Staaten zunehmend als Sicherheitsbedrohung für die Gesellschaften der OECD-Welt wahrgenommen. Entwicklungszusammenarbeit mit und in diesen Staaten scheint daher einerseits geboten, ist andererseits aber mit ganz besonderen Schwierigkeiten bei der Programmierung, Umsetzung und Wirkungsanalyse konfrontiert.
Staatliche Fragilität ist ein mehrdimensionales Problem, in dem sich Leistungsschwäche des Staates, unkontrollierte Gewalt und Legitimitätsdefizite in unterschiedlicher Weise verbinden. Dementsprechend bildet die Unterscheidung verschiedener „typischer“ Fragilitätskontexte einen wichtigen Ausgangspunkt unserer Analysen.

Zwei Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Forschung zu fragiler Staatlichkeit und Gewaltkonflikten:

  • Ursachen und Konsequenzen von Fragilität sowie Wege zu ihrer Überwindung
  • Geberkoordinierung und Geberstrategien im entwicklungspolitischen Umgang mit Staatszerfall

Aktuelle Publikationen

Mapping giant honey bee nests in Palawan, Philippines through a transdisciplinary approach

Matias, Denise Margaret / Till Stellmacher / Christian Borgemeister / Jun G. Cayron / Henrik von Wehrden
Externe Publikationen, 26.09.2017

Non-State actors in arctic council governance

Wehrmann, Dorothea
Externe Publikationen, 26.09.2017

Wir haben nur einen Planeten – quo vadis Umweltschutz in Handelsabkommen?

Berger, Axel / Clara Brandi
Die aktuelle Kolumne, 25.09.2017

Environmental provisions in trade agreements: promises at the trade and environment interface

Berger, Axel / Clara Brandi / Dominique Bruhn
Briefing Paper 16/2017