Inklusive Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik

Die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Privatwirtschaft ist entscheidend für wirtschaftliches Wachstum, Beschäftigung und Armutsbekämpfung. Je wettbewerbsfähiger einzelne Unternehmen, Wertschöpfungsketten oder Teilsektoren sind, desto höher sind jedoch zumeist die Eintrittsbarrieren für neue Akteure, insbesondere jene mit wenig Human- und Sachkapital und schwacher Stellung im politischen System. Leitfrage der Forschung ist daher, wie wettbewerbsfähige Produktionsstrukturen zugleich sozial inklusiv gestaltet werden können.

Drei Fragenkomplexe stehen im Mittelpunkt: (1) Warum gelingt der Übergang vom informellen Kleinstgewerbe zum produktiven Mittelstand so selten, und was erklärt die erfolgreichen Ausnahmen? (2) Wie können Innovations-, Beschäftigungs- und Strukturpolitik effizient und breitenwirksam gestaltet werden, insbesondere unter den Bedingungen schwacher Staatlichkeit? (3) Wie verändern sich globale Produktionsnetzwerke und Wertschöpfungsketten (vor allem durch den Aufstieg großer Schwellenländer), und wie können schwache Akteure, wie Kleinbauern und kleine Gewerbebetriebe, unter den neuen Bedingungen in positiver Weise integriert werden?

Im Fokus

Directing structural change: from tools to policy
Altenburg, Tilman / Maria Kleinz / Wilfried Lütkenhorst
Discussion Paper 24/2016

Im Fokus

Industrial policy in developing countries: failing markets, weak states
Altenburg, Tilman / Wilfried Lütkenhorst (2015)
Cheltenham: Edward Elgar Publishing

Im Fokus

The entrepreneur makes a difference: Evidence on MSE upgrading factors from Egypt, India, and the Philippines
Hampel-Milagrosa, Aimée / Markus Loewe / Caroline Reeg (2015)
in: World Development 66(2), 118-130