Anwendung von Umwelt- und Sozialstandards bei Wasser- und Wasserkraftprojekten in der Türkei

Die Weltkommission für Staudämme hat mit ihrem Bericht „Staudämme und Entwicklung: ein neuer Rahmen zur Entscheidungsfindung“ (2000) globale Normen für Planungs- und Entscheidungsprozesse bei Wasser- und Energieprojekten verabschiedet, um negative Auswirkungen zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Länder, die wie die Türkei, Brasilien, Indien und China, zur wirtschaftlichen Entwicklung auf den Ausbau der Wasserkraft und Bewässerungslandschaft setzen, sehen sich vor große Herausforderungen gestellt, denn die Empfehlungen der Weltkommission erfordern nicht nur Veränderung in einzelnen Politikfeldern (e.g. Umwelt, Umsiedlungen), sondern weit reichende und tief greifende Reformen von nationalen Entscheidungsverfahren.

Projektleitung:
Waltina Scheumann

Projektteam:
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Länderarbeitsgruppe:
Vera Baumann
Anna-Lena Müller
Dennis Mutschler
Sylvia Marlene Steiner
Thomas Walenta

Professor Dr. Hartje (TU Berlin)
Dr. Aysegül Kibaroglu (Middle East Technical University, Ankara)

Von:
2008 - 2010 / Laufend

Kooperationspartner:
Technische Universität Berlin
Middle East Technical University, Ankara
General Directorate of State Hydraulic Works

Projektbeschreibung

Vorschläge von Organisationen wie der Weltbank, der International Hydropower Association (IHA) und der International Commission for Large Dams (ICOLD) sind dagegen pragmatischer und haben vermutlich eine wesentlich höhere Chance angewendet zu werden.

Die Länderarbeitsgruppe untersuchte die in der Türkei geltenden und praktizierten Umwelt- und Sozialstandards bei Infrastrukturprojekten. Sie analysierte, ob und über welche Pfade, Mechanismen und Akteure Empfehlungen der Weltbank, der Weltkommission für Staudämme und von Organisationen wie der IHA and ICOLD aufgenommen werden und diskutiert mit türkischen Entscheidungsträgern, wie die Anwendung von Nachhaltigkeitsstandards unter Berücksichtigung landesspezifischer Bedingungen unterstützt werden kann.

Die Länderarbeitsgruppe arbeitete eng mit dem Forschungsprojekt „Anchor countries and global public goods. The World Commission on Dams’s recommendations all the way down to implementation“ des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und mit Dr. Aysegül Kibaroglu von der Middle East Technical University in Ankara zusammen.

Publikation

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