Biokraftstoffproduktion in Namibia: Chancen und Herausforderungen für ländliche Entwicklung und Ernährungssicherung

Die Länderarbeitsgruppen-Studie setzte sich am Beispiel Namibias mit dem Möglichkeiten von Agrarkraftstoffen zur Armutsminderung im ländlichen Raum und zur Ernährungssicherung in SSA und den möglicherweise noch zu entwickelnden oder vorhandenen Instrumente (Politiken, Regulierungen, Institutionen) zur Steuerung der Agrarkraftstoffproduktion, auseinander.

Projektleitung:
Michael Brüntrup

Projektteam:

Katharina Becker
Martina Gaebler
Raoul Tarik Herrmann
Silja Ostermann
Jan Prothmann

Zeitrahmen:
2008 - 2009 / Abgeschlossen

Projektbeschreibung

Das Thema Bio- oder Agrarkraftstoffe erfährt in den letzten Jahren weltweit äußerst große Aufmerksamkeit. Klima, ländliche Entwicklung, Ernährungssicherung, Biodiversität, ländliche Armut und Agrarstrukturen sowie Energie sind einige der wichtigsten Bereiche, die betroffen sind. Dabei ist der Markt für Treibstoff und Energie gewaltig, eine starke Koppelung mit dem Agrarsektor hätte bedeutsame Folgen. Die Frage, ob und wann Agrartreibstoffe entwicklungspolitisch förderungswürdig bzw. gefährlich sind, ist also gleichzeitig komplex und bedeutend.
Die Länderarbeitsgruppen-Studie setzte sich am Beispiel Namibias (evtl. mit Erfahrungen aus Südafrika) mit den folgenden Aspekten der entwicklungspolitischen Debatte auseinander:

1. Inwiefern können Agrarkraftstoffe zur Armutsminderung im ländlichen Raum und zur Ernährungssicherung in SSA beitragen oder bewirken diese eher das Gegenteil. Die Studie entwickelte Kriterien dafür, unter welchen Bedingungen welches Szenario wahrscheinlich ist. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen zentrale Ziele der ländlichen Entwicklung: Einkommens-, Verteilungs- und Ernährungssicherungsaspekte. Diese wurden hauptsächlich im lokalen und nationalen Kontext untersucht.

2. Untersuchen, welche Instrumente (Politiken, Regulierungen, Institutionen) zur Steuerung der Agrarkraftstoffproduktion vorhanden sind bzw. nötig wären. Die relevanten Politiken und Institutionen wurden aus verschiedenen Politikfeldern (Agrar-, Land-, Wasser-, Energie-, Technologie-, Umwelt-, Privatsektor-, Dezentralisierungspolitik) zusammengetragen. Es wurde analysiert, ob sie die Kriterien adressieren, die für die entwicklungspolitische Abschätzung wichtig sind, und wo Bedarf für Weiterentwicklung besteht.

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