Auswertung der Erfahrungen des deutsch-chilenischen Reformfonds

Deutschland unterstützt Chile in der Technischen Zusammenarbeit (TZ) u. a. mit dem "Fonds zur strategischen Planung und Umsetzung eigenfinanzierter Reformen" (Laufzeit 1/2007–12/2010). Das Kernproblem, zu dessen Lösung der Fonds einen Beitrag leisten soll, wird darin gesehen, dass in der öffentlichen Verwaltung Chiles traditionell ein Mangel an Fähigkeiten und Instrumenten mittel- bis langfristiger strategischer und politischer Planung besteht mit der Folge, dass viele Reformen eher kurzfristig angelegt, wenig strategisch ausgerichtet und nur bedingt erfolgreich waren.

Projektleitung:
Guido Ashoff

Projektteam:
Christian von Haldenwang


Teilnehmende des 46. Ausbildungsganges:
Ingmar Kreisl
Moritz Pfaehler-Lörcher
Christian Schilling
Martin Stavenhagen
Sonja Wassermann

Von:
2010 - 2011 / Laufend

Kooperationspartner:
Agencia e Cooperación Internacional de Chile (AgCl)
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Projektbeschreibung

Ziel des Fonds ist die Stärkung der Fähigkeiten chilenischer Regierungsstellen zur strategischen Planung und Umsetzung von Reformen. Praktisch werden elf Reformvorhaben verschiedener Regierungsstellen unterstützt. Der Fonds ist eine Maßnahme im Schwerpunktbereich "Staatsmodernisierung".

Der Fonds wurde als innovatives Instrument der TZ mit Chile als Schwellenland mit folgenden Besonderheiten konzipiert:
(i) freie Themenwahl der Partner (Auswahl der geförderten Reformmaßnahmen allein durch Chile);
(ii) alleinige Entscheidungskompetenz der Partner im Steuerungskomitee (Deutschland hat nur beratende Stimme);
(iii) Finanzierung der Reformmaßnahmen und Ergebnisverantwortung liegen auf chilenischer Seite;
(iv) der deutsche Beitrag besteht in Anschubfinanzierung (Impulsgeber) und Bereitstellung des benötigten Know-hows nach dem Bedarf der Partner.
Mit diesen Modalitäten sollen die Eigenverantwortung der Partner (ownership) und die Partnerorientierung der Zusammenarbeit (alignment), wie in der Paris-Erklärung zur Wirksamkeit der EZ bekräftigt, in besonderer Weise gefördert werden.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sind an der Auswertung der Erfahrungen des Fonds im Hinblick auf drei Fragen interessiert:

  • Hat der Fonds sein Ziel erreicht?
  • Haben sich die besonderen Modalitäten des Fonds bewährt?
  • Ist der Fonds ein Modell für die Zusammenarbeit mit anderen fortgeschrittenen Partnerländern?


Das Vorhaben ist mit dem BMZ, der GTZ und der Agencia de Cooperación Internacional de Chile (AgCI) abgesprochen.

Publikation

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