Soziale Sicherung im informellen Sektor: Das Potenzial von Sozial- und Kleinstversicherungen in low- und middle-income countries

Soziale Sicherung ist nicht nur unter sozialen sondern auch unter ökonomischen und politischen Gesichtspunkten ein zentrales Element der Entwicklungspolitik. Je nach Kontext des betreffenden Landes sind aber verschiedene Instrumente der sozialen Sicherung eher geeignet, ihre sozialen Ziele (v.a. Armutsbekämpfung), ihre ökonomischen Ziele (Investitions- und Wachstumsförderung, v.a. im informellen Sektor) und ihre politischen Ziele (soziale Inklusion und Kohäsion, Stabilisierung von Politik und Gesellschaft) zu erreichen.

Projektleitung:
Markus Loewe

Von:
2008 - 2016 / Laufend

Projektbeschreibung

Mehr als 50% der Weltbevölkerung haben keine formelle Absicherung gegen Risiken wie Alter, Krankheit und Arbeitslosigkeit. Eigentlich wäre es an den Regierungen, Sozialversicherungen aufzubauen, die möglichst allen Einwohnern zur Verfügung stehen. In vielen Ländern sind diese hierzu aber nicht bereit bzw. in der Lage. Dann kann eine sinnvolle Alternative in Kleinstversicherungen bestehen, die sich nur aus den Beiträgen der Mitglieder finanzieren und dennoch auch für arme Haushalte bezahlbar sind. Am ehesten funktioniert dies, wenn kommerzielle Versicherungsunternehmen mit zielgruppennahen Agenten (Nichtregierungsorganisationen, Dorfkommittees, Mikrofinanzinstitutionen) kooperieren. Im Rahmen des Forschungsprojekts wird untersucht, unter welchen Umständen Kleinstversicherungen Sozialversicherungen überlegen sind.

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Aktuelle Publikationen

Beyond "research as usual": a networked approach to assessing Policy Coherence

Fernando, Karin / Niels Keijzer / James Mackie / Andrea Ordóñez / Martin Ronceray / Fabien Tondel
Externe Publikationen, 17.07.2019

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