Unternehmensentwicklung in Mosambik: Zur Rolle des Regulierungsumfeldes für die Formalisierung und Entwicklung von Kleinst-, Klein- und mittleren Unternehmen

Die empirische Studie untersucht das Potenzial des “Doing-Business-Ansatzes”, die Herausforderungen für die Privatsektorentwicklung in Mosambik zu meistern. Das Augenmerk liegt auf den KKMU, da davon auszugehen ist, dass deren Entwicklung maßgeblich für die Breitenwirksamkeit des mosambikanischen Wirtschaftswachstums sein wird.


Projektteam:
Moritz Ackermann
Lena Siciliano Brêtas
Claudia Hirtbach
Martin Koppa
Lena Traub

Von:
2007 - 2009 / Laufend

Kooperationspartner:
Instituto de Investigação paro o Desenvolvimento José Negrão (Cruzeiro do Sul), Maputo
Ministério de Planificação e Desenvolvimento/ Direcção Nacional de Estudos e Análise de Políticas (MPD/DNEAP), Maputo

Projektbeschreibung

Seit Ende des Bürgerkriegs (1992) hat Mosambik beachtliche Erfolge hinsichtlich politischer Stabilität und Wirtschaftswachstum aufzuweisen. Dennoch ist das Land nach wie vor eines der ärmsten der Welt, wie sich an gängigen Indikatoren (etwa Pro-Kopf-Einkommen, Kindersterblichkeit, Lebenserwartung, Alphabetisierungsrate) ablesen lässt. Daher liegt eine der größten Herausforderungen für Mosambik darin, die Wirtschaft auf einen breitenwirksamen Wachstumspfad zu bringen. Dies bedeutet, dass das bisherige Wachstumsmuster verändert und die Entwicklung auf ein breiteres Fundament gestellt werden muss. Bis dato beruht das Wirtschaftswachstum nämlich in erster Linie auf kapitalintensiven ausländischen Direktinvestitionen im Rohstoffsektor mit relativ geringen Einkommens- und Beschäftigungseffekten für die lokale Wirtschaft. Insbesondere die, häufig informellen, Kleinst-, Klein- und mittleren Unternehmen (KKMU), in denen die große Mehrheit der Mosambikaner arbeitet, weisen bisher keine dynamische Entwicklung auf.

In der entwicklungspolitischen Debatte um Privatsektorförderung genießt der von Weltbank und IFC in ihrer Doing-Business-Serie vertretene Ansatz eine hohe Aufmerksamkeit. Dieser Ansatz hebt maßgeblich auf Mängel im Regulierungsumfeld als Ursache für eine geringe Entwicklung privater Unternehmen ab (etwa Überregulierung und exzessive Bürokratie in den Bereichen Unternehmensgründung, Lizenzvergabe, Immobilienerwerb, Arbeitnehmerschutz, Unternehmensbesteuerung sowie Mängel in der Durchsetzbarkeit privater Eigentumsrechte). Es wird postuliert, dass diese Hemmnisse viele KKMU in die Informalität treiben und deren Wachstum maßgeblich behindern.

Die empirische Studie untersucht das Potenzial des “Doing-Business-Ansatzes”, die Herausforderungen für die Privatsektorentwicklung in Mosambik zu meistern. Das Augenmerk liegt auf den KKMU, da davon auszugehen ist, dass deren Entwicklung maßgeblich für die Breitenwirksamkeit des mosambikanischen Wirtschaftswachstums sein wird. Da ein wichtiger Anteil der mosambikanischen KKMU informell ist, geht die Studie insbesondere auf den Aspekt der Formalität ein. Folgende konkrete Fragestellung wird untersucht:
Welche Rolle spielt das Regulierungsumfeld für die Formalisierung und Entwicklung von KKMU in Mozambique?

Publikation

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