Sozialpolitik, Armut, Ungleichheit

Wie viel  Sozialpolitik  ist erforderlich, um die negativen Folgen des Strukturwandels abzufedern und seine Verlierer zu kompensieren? Wie muss diese Sozialpolitik ausgestaltet sein, um nicht nur (i) effektiv zur Verringerung der verschiedenen Dimensionen von Armut und Ungleichheit beizutragen, sondern auch (ii) die Investitionsbereitschaft der Bürger/innen und damit Wirtschaftswachstum bei ärmeren Sozialgruppen zu stärken? Und wie kann Sozialpolitik (iii) weiter auch den sozialen Zu sammenhalt und die Stabilität von Gesellschaft und Staat fördern?

Um diese Fragen zu beantworten, analysiert die Forschungsgruppe  Versicherungs- und Transfersysteme -  aber auch traditionelle und informelle Formen der sozialen Sicherung sowie Mechanismen zur Unterstützung von Kleinbauern. Insbesondere wird untersucht, welche Zielkonflikte und Synergien sich zwischen wirtschafts- und sozialpolitischen Politikansätzen bzw. zwischen verschiedenen sozialpolitischen Instrumenten ergeben können. Wie kann ein konsistentes sozialpolitisches Gesamtsystem in verschiedenen Kontexten aussehen? Und wie können multidimensionale Armut und Ungleichheit adäquat gemessen werden? Dies interessiert nicht zuletzt, um Zielkonflikte zwischen den Effekten verschiedener Politiken auf unterschiedliche Dimensionen von Armut und Ungleichheit adäquat abzubilden.