Weltwirtschaft und Entwicklungsfinanzierung

Wie sollte der weltwirtschaftliche Ordnungsrahmen ausgestaltet werden, um die Transformation der internationalen und nationalen Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen? Damit die globale Transformation mit Blick auf das Zielsystem der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung gelingt, muss die Global Economic Governance weiter angepasst werden, um 1) den Strukturwandel der Wirtschaft zu ökologischer Nachhaltigkeit zu unterstützen, 2) einen faireren Regelrahmen für die Weltwirtschaft zu entwickeln, welcher die wirtschaftliche Ungleichheit reduziert statt sie noch weiter zu fördern und 3) die zunehmende Bedeutung der aufsteigenden Länder in einer multipolaren Weltordnung widerzuspiegeln und damit dem globalen Ordnungsrahmen und seinen Institutionen ein größeres Maß an Legitimität zu geben. Forscherinnen und Forscher am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) untersuchen, welche Rolle unterschiedliche Akteure und Institutionen in dieser Neuordnung des globalen Handels-, Investitions-, und Finanzsystems spielen, wie zum Beispiel die Welthandelsorganisation (WTO), (neue) internationale Finanzinstitutionen einschließlich Entwicklungsbanken, die G20 oder die G77, und wie das Zusammenspiel unterschiedlicher Ebenen der Governance (Multi-Level-Ansatz) ausgestaltet werden sollte, um gemeinwohlorientiertes kollektives Handeln zu fördern.