Fragile Staatlichkeit und gesellschaftlicher Frieden

Wie wirken gesellschaftliche (Des-)Integration und fragile Staatlichkeit zusammen? Welche politischen Ansätze dienen zur Überwindung von Fragilität? Dieses Cluster entwickelt die Analyse von Friedens- und Demokratieförderungsstrategien zur Schaffung und dem Erhalt von Frieden weiter.

  • Typologisierung von (fragiler) Staatlichkeit. Welche Bestimmungsgründe erklären, dass Staaten von einem zum anderen Fragilitätstypus übergehen (z.B. vom Staat mit geringer Legitimität zum Kriegszustand)? Die mit Hilfe quantifizierter ländervergleichender Daten identifizierten Muster bilden eine wichtige Grundlage für die weiteren Fragen des Clusters, z.B. welchen Einfluss staatliche Kontextbedingungen auf die Wirksamkeit von Kooperationsansätzen haben.
  • Wechselwirkung zwischen gesellschaftlicher Desintegration und der Stabilität politischer Ordnungen. Wie interagieren verschiedene Typen fragiler Staatlichkeit mit gesellschaftlicher Desintegration und welchen politisch gestaltbaren Einflussgrößen sind sie unterworfen? Dieses Team untersucht, ob sich kontextspezifische „Kipp-Punkte“ gesellschaftlichen Zusammenhalts identifizieren lassen, z.B. auch die Auswirkungen von Migrationsbewegungen.
  • Konflikttypen und friedliche Transformation zu gemeinwohlorientierter Politik. Wie kann politische Transformation zu mehr Gemeinwohl friedlich gestaltet werden? Da politische Veränderung häufig mit Konflikten einhergeht, untersucht das Team hier, wie unterschiedliche Konfliktformen (z.B. Proteste, politische Gewalt, intrastaatliche Kriege) die Formulierung und Umsetzung von Gemeinwohl unterminieren bzw. begünstigen.