Gegen Populismus: Nachhaltigkeit und eine zukunftsfähige EU

Gesine Schwan

Pressemitteilung vom 18.10.2018

Das deutsche Chapter des UN Sustainable Development Solutions Network (SDSN) hat in Bonn einen neuen Lenkungsausschuss gewählt

Bonn, 18.10.2018. Das deutsche Nachhaltigkeitsnetzwerk SDSN Germany wird sich künftig noch stärker als bisher den Herausforderungen des gesellschaftlichen Wandels und dem weltweit wachsenden Nationalismus und Populismus widmen. Das berieten die Mitglieder auf ihrer Versammlung gestern in Bonn. Die wiedergewählten Vorsitzenden des SDSN Germany Lenkungsausschusses, Gesine Schwan (HUMBOLDT-VIADRINA) und Dirk Messner (United Nations University), betonten die Notwendigkeit von positiven Zukunftsperspektiven, um den tiefgreifenden und disruptiven Wandel auszulösen, der nötig ist, um nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Deutsches Zentrum des Netzwerkes ist das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn, in dem auch die Geschäftsstelle angesiedelt ist.

Imme Scholz, Kommissarische Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und neu im Lenkungsausschuss von SDSN Germany, sagte: „Wir müssen noch viel besser lernen, die Zukunft unseres eigenen Landes, von Europa und der Welt zusammenzudenken. Dafür bieten die SDGs die Orientierung und SDSN eine gute Plattform.“ Neu im Lenkungsausschuss sind außerdem Christian Borgemeister (Zentrum für Entwicklungsforschung), Christa Liedtke (Wuppertal Institut) und Oliver Wieck (Internationale Handelskammer Deutschland).

Mitglieder von SDSN Germany wirken u.a. in zwei internationalen Forschungsvorhaben mit: The World in 2050 (TWI 2050) untersucht, welche politischen Rahmenbedingungen für tiefgreifende Veränderungen notwendig sind. FABLE (Food, Agriculture, Biodiversity, Land, and Energy) ist eine Initiative von Forschungseinrichtungen in etwa 20 Ländern, bei der die Wissenschaftler gemeinsam Zukunftsszenarien für eine nachhaltige Landnutzung entwickeln.

Bereits am Vortag hatte das, unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen arbeitende, Netzwerk gemeinsam mit dem European Network of Political Foundations (ENoP) auf einer Konferenz über die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in Europa beraten. Mehr als 100 Teilnehmende aus allen Teilen Europas entwickelten gemeinsam nächste Schritte zu Verankerung der Nachhaltigkeitsziele in den Programmen der politischen Parteien im Vorfeld der Europawahl im Mai 2019 und der Bildung der nächsten Europäischen Kommission. Am Abend trat das Netzwerk in der Deutschen Welle in direkten Dialog mit Bürgern.

Mitglieder des neu gewählten Lenkungsausschusses sind:

  • Prof. Christian Borgemeister (Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF))
  • Prof. Joachim Fetzer (Vorstand des Deutschen Netzwerks Wirtschaftsethik (DNWE))
  • Prof. Mark Lawrence (Wissenschaftlicher Direktor, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS))
  • Prof. Christa Liedtke (Abteilungsleiterin Nachhaltiges Produzieren und Konsumieren, Wuppertal Institut)
  • Prof. Hermann Lotze-Campen (Leiter des Forschungsbereichs „Klimawirkung und Vulnerabilität“, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK))
  • Prof. Dirk Messner (Director of the Institute for Environment and Human Security, United Nations University (UNU-EHS))
  • Klaus Milke (Vorstandvorsitzender von GERMANWATCH und der Stiftung Zukunftsfähigkeit)
  • Sabine Nallinger (Vorständin der Stiftung 2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz)
  • Dr. Imme Scholz (Direktorin (komm.) des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE))
  • Prof. Gesine Schwan (Präsidentin und Mitgründerin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform)
  • Prof. Martin Visbeck (Sprecher des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“, Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel)
  • Oliver Wieck (Generalsekretär der Internationalen Handelskammer (ICC) Deutschland)



Über das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE):

Das DIE baut Brücken zwischen Theorie und Praxis und setzt auf die Zusammenarbeit in leistungsstarken Forschungsnetzwerken mit Partnerinstituten in allen Weltregionen. Seit seiner Gründung im Jahr 1964 vertraut das Institut auf das Zusammenspiel von Forschung, Beratung und Ausbildung. Das DIE berät auf der Grundlage unabhängiger Forschung öffentliche Institutionen in Deutschland und weltweit zu aktuellen Fragen der Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Immer montags kommentiert das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik in seiner Aktuellen Kolumne auf der Startseite der DIE-Homepage die neuesten Entwicklungen und Themen der internationalen Entwicklungspolitik.
Am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik arbeiten rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Institut wird von Imme Scholz (kommissarische Direktorin) geleitet. Das DIE ist Mitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft.