• Ungleichheit, sozialer Wandel und Demokratie in Lateinamerika

Ungleichheit, sozialer Wandel und Demokratie in Lateinamerika

Lateinamerika gilt als die demokratischste aller Entwicklungsregionen. Zugleich ist es die Region mit der weltweit höchsten sozialen Ungleichheit. Viele lateinamerikanische Ökonomien sind von Rohstoffen und wenig verarbeiteten Gütern abhängig. Damit verbunden sind zwar oft kurz- und mittelfristig steigende Wachstumsraten und steigender Wohlstand einzelner Bevölkerungsteile, andererseits aber auch langfristig große Umweltbeeinträchtigungen. Zwar gab es innerhalb der letzten Jahre beachtliche Fortschritte vor allem bei der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung, jedoch zeigt sich Ungleichheit auf dem Kontinent vor allem im Hinblick auf ungleiche Einkommens-, Vermögensverteilung sowie unterschiedliche Zugänge der Bevölkerung zu öffentlichen Gütern wie Bildung, soziale Sicherung und Gesundheitsleistungen. Brasilien ist von besonders großen Einkommensunterschieden gekennzeichnet. Seit 2013 kam es dort verstärkt zu Protesten: gegen soziale Missstände, Korruption, die Erhöhung von Preisen im öffentlichen Nahverkehr und nicht zuletzt die Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaft. Bei der Mobilisierung der Protestierenden spielten die sozialen Medien eine wichtige Rolle.

In diesem Special präsentiert das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) seine Arbeiten zu Fragen von Ungleichheit, sozialem Wandel und demokratischer Entwicklung in Lateinamerika.

Team

Publikationen

Projekte

Veranstaltungen