Landwirtschaft als Motor des Wachstums in Subsahara-Afrika

Brüntrup, Michael / Christoph Kessler
Externe Publikationen (2015)

in: Salua Nour / Ekkehard Münzing (Hrsg.), Wirtschaftsmacht Afrika: Wachstumspole, Potenziale und Perspektiven, Frankfurt a.M.: Lang, 81-120

ISBN: 978-3-63161-177-7

Die Potenziale, deren Nutzung Wachstum für Subsahara-Afrika (SSA) bringen könnte, liegen auch im Agrarsektor. Allerdings braucht es sowohl kohärente Strategien als auch politischen Willen und Kapazitäten zu deren Durchsetzung. Denn bei aller Diversität der bisher vorgeschlagenen und auch zukünftigen Agrarstrategien in und für SSA ist eines klar: Sie sind fast immer komplex: Sie bedürfen einigermaßen kohärenter Kombinationen von öffentlichen und privaten, regulatorischen und investiven Maßnahmen; sie müssen in viel stärkerem Maße als in anderen Sektoren an die lokalen Gegebenheiten und an die Anforderungen der verschiedenen Sub-Sektoren angepasst werden müssen, insbesondere wenn es um die Förderung von Kleinbauern geht; sie können nur als intersektorale Strategie Erfolg haben, denn der Agrarsektor ist ein offener Sektor und bedarf der Koordination mit vielen Politikbereichen; und sie brauchen einen sehr langen Atem.
Eine vorrangige Aufgabe der Forschung über den Agrarsektor in SSA besteht darin, der Frage nach den Faktoren, welche die zweckmäßige Nutzung seiner Potenziale fördern oder behindern, systematisch nachzugehen. Mit dem folgenden Beitrag machen die Verfasser einen Vorstoß in diese Richtung. Sie benennen nicht nur die Potenziale und Engpässe, sondern zeigen auch praktisch begehbare Wege an, die zur Nutzung vorhandener Potenziale führen bzw. aus den Engpässen herausführen könnten. In Anbetracht der Diversität, welche die Nutzung der Potenziale des Agrarsektors in den 46 Ländern SSAs behindern, muss im Rahmen der allgemeinen Analyse mit einer Reihe von verallgemeinernden Aussagen vorliebgenommen werden, die im Rahmen der Untersuchung spezifischer Fallbeispiele entsprechend zu relativieren bzw. zu präzisieren sind. Drei Fallbeispiele aus der Arbeit der KfW im zweiten Teil des Textes – zu kleinen Bewässerungsanlagen  in Mali / Dogonland, zur Erosionskontrolle in Madagaskar und zum Vertragsanbau zur Marktintegration von Kleinbauern - tun genau dies.


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