Wirkungsanalyse des Deutsch-Peruanischen Gegenwertfonds

Projektleitung:
Guido Ashoff

Projektteam:
Beate Barthel
Dennis Eucker
Adelheid Knäble de Revollo
Sabine Moron
Martin Scheiber

Von:
2006 - 2009 / Laufend

Kooperationspartner:
Fondo Contravalor Peru-Alemania (FPA)

Projektbeschreibung

Der FPA geht auf das deutsch-peruanische Schuldenumwandlungsabkommen von 1997 zurück, in dem Deutschland Peru einen Teil seiner öffentlichen Schulden erlassen und Peru sich verpflichtet hat, 40 % der Erlasssumme in nationaler Währung in einen Fonds einzuzahlen, aus dem Projekte der Armutsbekämpfung gefördert werden. Er ist in drei Bereichen tätig:

(i) Unterstützung der Dezentralisierung und Demokratisierung durch Förderung der Entwicklungsplanung und Partizipation der Bevölkerung auf kommunaler und Distriktebene,
(ii) Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im ländlichen Bereich,
(iii) Bewässerungs­vorhaben in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft.

Erste Ergebnisse:
Die Wirkungsanalyse kam zu folgenden Ergebnissen:

(i) Oberziel, Interventionsbereiche und Projektziele des FPA sind relevant.
(ii) Organisationsstruktur, regionale Schwerpunkte und Arbeitsweise des FPA sind zielführend.
(iii) Die untersuchten Projekte sind überwiegend relevant, wirksam und nachhaltig. Ausnahmen davon wurden klar benannt.

Darüber hinaus wurde der FPA aus systemischer Perspektive betrachtet. Ausgangspunkt war, dass bilaterale Gegenwertfonds aus der Perspektive der Paris-Erklärung zur Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit kritisch hinterfragt werden (u.a. Vorwurf der Parallelstruktur). Die Analyse kam zum Ergebnis, dass der FPA zum Zeitpunkt der Untersuchung den möglichen Kritikpunkten standhielt. Gleichwohl gilt, dass bilaterale Fonds und damit auch der FPA systemisch nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur so lange zu rechtfertigen sind, bis das Partnerland selbst in der Lage ist, ihre Rolle auszufüllen.

Publikation

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