Von Bonn nach Afrika und Lateinamerika: Nachwuchs für die Entwicklungszusammenarbeit bricht zu Feldforschungen auf

Der Postgraduiertenkurs vor der Abreise

Pressemitteilung von 02.02.2018

Drei Teams junger Forscherinnen und Forscher des Postgraduierten-Programms am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) reisen an diesem Wochenende nach Kolumbien, Costa Rica und ins südliche Afrika.

In Südafrika werden die angehenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Kooperation mit dem Centre for Governance Innovation an der Universität von Pretoria erforschen, auf welche Weise zivilgesellschaftliche Netzwerke zu einer regionalen, auf gleichberechtigter Teilhabe beruhenden Regierungsführung beitragen können und wie die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 in diesem Kontext umgesetzt werden. Nachhaltige öffentliche Beschaffung als Instrument zur Förderung nachhaltiger Entwicklung wird im Fokus der Arbeit des Forschungsteams in Costa Rica stehen. Unterstützt wird es dabei durch das Masterprogramm in Entwicklungsökonomie der Nationalen Universität von Costa Rica, das lokale Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). In Kolumbien untersucht das dritte Forschungsteam des DIE in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung Kolumbiens und weiteren lokalen Partnern ökosystembasierte Anpassungsstrategien an den Klimawandel und deren Umsetzung in politische Handlungsstrategien.

Mitte April werden die drei Forschungsteams mit ihren Forschungsdaten und zahlreichen neuen Erfahrungen zurück nach Bonn kehren und die gesammelten Informationen am DIE auswerten. „Bereits zum 53. Mal bilden wir Berufseinsteigerinnen und -einsteiger in beratungsorientierten Forschungsprojekten darin aus, mit Partnern in Entwicklungs- und Transformationsländern gemeinsame Lösungsstrategien zu erarbeiten“, sagt die Leiterin des Postgraduierten-Programmes am DIE, Regine Mehl. „In diesem Jahr konzentrieren sich die Forschungsfragen auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wir sind bereits gespannt, welche neuen Ansätze die Teilnehmenden mitbringen werden.“

Das neunmonatige Programm am DIE bereitet jährlich 18 deutsche und europäische Hochschulabsolventinnen und -absolventen auf den Berufseinstieg in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit vor. Die Teilnehmenden setzen sich mit den praktischen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung in einer globalisierten Welt auseinander. Die mehrmonatigen Forschungsaufenthalte bilden das Kernstück des Ausbildungskurses am DIE. Dort forschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen interdisziplinär an entwicklungspolitischen und wirtschaftlichen Fragestellungen und machen ihre Ergebnisse für den Wissenstransfer und die Politikberatung nutzbar. Die Berichte werden in den Publikationsreihen des Instituts veröffentlicht und stehen zur freien Verfügung.  

Die Erlebnisse der Forschungsteams können Sie in den nächsten Wochen auf Twitter mitverfolgen:

@RTCostaRica

@RT_SADC

@Colombia_RT

Die Bewerbungsphase für den nächsten Kurs des Postgraduierten-Programms am DIE, der am 1. September 2018 beginnt,  läuft aktuell noch bis zum 31.März 2018. Das Postgraduierten-Programm wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Über das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE):

Das DIE baut Brücken zwischen Theorie und Praxis und setzt auf die Zusammenarbeit in leistungsstarken Forschungsnetzwerken mit Partnerinstituten in allen Weltregionen. Seit seiner Gründung im Jahr 1964 vertraut das Institut auf das Zusammenspiel von Forschung, Beratung und Ausbildung. Das DIE berät auf der Grundlage unabhängiger Forschung öffentliche Institutionen in Deutschland und weltweit zu aktuellen Fragen der Zusammenarbeit zwischen Industrie- und Entwicklungsländern.
Immer montags kommentiert das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik in seiner Aktuellen Kolumne auf der Startseite der DIE-Homepage die neuesten Entwicklungen und Themen der internationalen Entwicklungspolitik.
Am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik arbeiten rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Institut wird von Dirk Messner (Direktor) und Imme Scholz (stellv. Direktorin) geleitet. Das DIE ist Mitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft.