Zwischen Krisenmanagement und globaler Nachhaltigkeitstransformation: Die Rolle der Europäischen Union

Die EU und ihre Mitgliedstaaten stehen vor einer Vielzahl globaler und innereuropäischer Herausforderungen von historischem Ausmaß. Die Bearbeitung der Konsequenzen der Covid-19-Pandemie sowie die Umsetzung des European Green Deal und der Agenda 2030 bergen große Herausforderungen im Innen- wie im Außenhandeln. Dieses Projekt erforscht, wie kurzfristiges Krisenmanagement und langfristige Beiträge zur globalen Nachhaltigkeit in der europäischen Entwicklungspolitik sinnvoll miteinander verknüpft werden können.

Projektleitung:
Christine Hackenesch
Niels Keijzer

Projektteam:
Julian Bergmann
Benedikt Erforth
Svea Koch

Finanzierung:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Zeitrahmen:
2022 - 2024 / Laufend

Projektbeschreibung

Die EU und ihre Mitgliedstaaten stehen vor einer Vielzahl globaler und innereuropäischer Herausforderungen von historischem Ausmaß. Die Bearbeitung der Konsequenzen der Covid-19-Pandemie sowie die Umsetzung des European Green Deal und der Agenda 2030 bergen große Herausforderungen im Innen- wie im Außenhandeln. Dieses Projekt erforscht, wie kurzfristiges Krisenmanagement und Beiträge zur globalen Nachhaltigkeit in der europäischen Entwicklungspolitik sinnvoll miteinander verknüpft werden können.

Das Forschungs- und Beratungsprojekt wird die Neuausrichtung der europäischen Entwicklungspolitik in drei Arbeitspaketen untersuchen:

  1. EU-Entwicklungspolitik bis 2030: Die Integration des Europäischen Entwicklungsfonds in den EU-Haushalt und die Schaffung des Instruments für Nachbarschaft, Entwicklungszusammenarbeit und internationale Zusammenarbeit (NDICI/Global Europe) im Rahmen des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) 2021-2027 ist die vielleicht bisher größte Reform der EU-Entwicklungsfinanzierung. Das Projekt untersucht die Programmierung und Umsetzung des MFR, die Rolle nationaler und europäischer Entwicklungsfinanzierer in der gegenwärtigen und zukünftigen finanziellen Zusammenarbeit sowie weitere institutionelle Dynamiken in der EU-Entwicklungspolitik.
  2. Transformation zur Nachhaltigkeit - die Rolle der EU-Entwicklungspolitik: Mit dem European Green Deal und ihrem Bekenntnis zu einer wertebasierten Digitalisierungsstrategie hat die EU-Kommission eine ambitionierte Agenda vorgelegt, die gemeinsam mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung von der EU verlangt, national und global Transformationsprozesse voranzutreiben. Das Projekt untersucht die Umsetzung der externen Dimension des European Green Deal und den Beitrag interner und externer EU-Politiken zur globalen Nachhaltigkeitstransformation.
  3. Beziehungen der EU mit Afrika und den AKP-Staaten. Im Hinblick auf die Kooperation der EU mit Afrika und die EU-AKP-Beziehungen befasst sich das Projekt jenseits der Analysen der Institutionen und Governance-Strukturen der Partnerschaft insbesondere mit vier Themenfeldern: (i) Entwicklung, Frieden und Sicherheit, (ii) Gute Regierungsförderung, Demokratieförderung und Menschenrechte, (iii) Digitalisierung und (iv) Migration und Entwicklung.

 

Zudem analysiert das Projekt den Einfluss von innereuropäischen Dynamiken auf die EU-Entwicklungspolitik, das heißt bspw. auf die Dynamiken zwischen EU-Institutionen und Mitgliedstaaten oder auf die zunehmende Politisierung der EU-Entwicklungspolitik.

 

Das Projekt kooperiert eng mit der European Think Tank Group.

Projektkoordination

Benjamin Heil