Erkenntnisse aus der wirkungsorientierten Begleitforschung: Potential und Grenzen der rigorosen Wirkungsanalyse von Governance-Programmen

Erkenntnisse aus der wirkungsorientierten Begleitforschung: Potential und Grenzen der rigorosen Wirkungsanalyse von Governance-Programmen

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Funk, Evelyn / Lisa Groß / Julia Leininger / Armin von Schiller
Discussion Paper 13/2019

Bonn: German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)

ISBN: 978-3-96021-105-1
DOI: 10.23661/dp13.2019
Preis: 6 €

Wie kann die Wirkung von Governance-Programmen erfolgreich analysiert werden? In der vorliegenden Publikation dokumentieren die Autor/innen praxisorientierte und verallgemeinerbare Erkenntnisse über die Durchführung rigoroser Wirkungsanalysen in entwicklungspolitischen Governance-Programmen. Das Projekt „Wirkungsinitiative Afrika“ am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) folgte bei der Analyse von Wirkungen dem Ansatz der wirkungsorientierten Begleitforschung. Die wirkungsorientierte Begleitforschung verbindet zwei Elemente: a) die Messung einer Wirkung unter Einsatz (quasi-) experimenteller Designs und b) die Untersuchung kausaler Mechanismen mit Hilfe theoriegeleiteter Ansätze. Diese Kombination ermöglicht es Aussagen darüber zu treffen, ob und wieviel Wirkung erzielt wurde (quasi-experimentelle und experimentelle Ansätze), aber auch warum und wie diese Wirkung aufgetreten ist (theoriebasierte Ansätze). Ein solcher mixed-methods-Ansatz kann zu einem umfassenden Verständnis der Wirksamkeit einer Maßnahme beitragen. Die wirkungsorientierte Begleitforschung zeichnet sich zudem über einen langen Zeitraum von mindestens 18 Monaten aus. Damit bildet sie eine besonders intensive Form der Kooperation zwischen Forschung und Praxis. Diese Vorgehensweise ermöglicht einen kontinuierlichen Austausch zwischen Forschenden und Praktiker/innen und begünstigt die rechtzeitige Formulierung von Empfehlungen, die noch während der Implementierung des Programms in die Praxis einfließen können. Die wirkungsorientierte Begleitforschung gilt dann als erfolgreich, wenn sie ihr vollständiges Potential in dreierlei Hinsicht entfaltet: (1) Gestaltung von operativen und strategischen Lernprozessen; (2) Entwicklung von Kompetenzen zum Thema (Wirkungs-) Evaluation im jeweiligen Programm; (3) Beitrag zu einer effektiven internen und externen Rechenschaftslegung.

Das vorliegende Discussion Paper beschreibt Faktoren, die allgemein zu einer erfolgreichen Wirkungsanalyse von Governance-Maßnahmen beitragen, und erörtert auf prozeduraler Ebene, was bei jedem einzelnen Schritt einer wirkungsorientierten Begleitforschung zu beachten ist. Die Erkenntnisse sollen all denjenigen eine Orientierung bieten, die an wirkungsorientierten Begleitforschungsprojekten interessiert oder darin involviert sind.

Über die Autoren

Leininger, Julia

Politikwissenschaftlerin

Leininger

Schiller, Armin von

Politikwissenschaftler

Schiller

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