Frieden nachhaltig fördern

Das Projekt "Frieden nachhaltig fördern: Internationale Unterstützung und die Rolle der Entwicklungspolitik im Kontext gewaltsamer Konflikte" untersucht externe Unterstützung für Post-Konfliktländer. Es zielt darauf ab, Gesamtstrategien (verstanden als Summe des politikfeldübergreifenden Mitteleinsatzes und Maßnahmenmixes) zu identifizieren, welche die größte Chance haben, zur nachhaltigen Stabilisierung und Etablierung neuer Friedensordnungen in diesen Ländern beizutragen.

Projektleitung:
Jörn Grävingholt

Projektteam:
Charlotte Fiedler
Julia Leininger
Karina Mroß

Finanzierung:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Status:
2015 - 2018 / Laufend

Projektbeschreibung

Spätestens mit der Formulierung der Peacebuilding and Statebuilding Goals ("New Deal" 2011) scheint die politische Frage geklärt zu sein, welche Ziele internationale Unterstützung in fragilen und konfliktbetroffenen Staaten verfolgen sollte. In der Wissenschaft ist dies weit weniger deutlich; so wird etwa noch immer stark debattiert ob der Fokus internationalen Engagements eher auf dem Aufbau staatlicher Institutionen, der Herstellung von Sicherheit oder der politischen und wirtschaftlichen Öffnung dieser Länder liegen sollte. Gleichzeitig, deutet noch wenig darauf hin, dass die Bewältigung gewaltsamer Konflikte in fragilen Staaten und die Herbeiführung von stabilem Frieden heute spürbar besser gelingt.
Insbesondere fehlt es an belastbaren Erkenntnissen, welche Gesamtstrategien im Konzert der verschiedenen außenpolitisch orientierten Politikfelder und Maßnahmen die größte Chance haben, zur nachhaltigen Stabilisierung und Etablierung neuer Friedensordnungen in diesen Ländern beizutragen und welche Rolle entwicklungspolitische Instrumente dabei spielen können. 

Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab

  • internationales Engagement in Konflikt- und Postkonflikt-Ländern zu erfassen und zu kodieren, um auf dem Wege qualitativ-komparativer Analyse (QCA) nach Mustern zu suchen, die mit mehr oder weniger Erfolg im Sinne langfristiger Friedenskonsolidierung in Verbindung gebracht werden können;
  • durch die Kombination von verschiedenen Methoden (statistische Analysen, QCA, Fallstudien) belastbare Erkenntnisse zu generieren, welche Gesamtstrategien langfristigen Erfolg versprechen und welche Rolle Entwicklungspolitik und bestimmte entwicklungspolitische Schwerpunktsetzungen dabei spielen sollten.

Publikationen

Projektkoordination

Andrea Cordes

Aktuelle Publikationen

Warum das BMZ die Zahl der Partnerländer reduzieren will

Klingebiel, Stephan
Die aktuelle Kolumne, 15.10.2018

Risk retention

Horstmann, Britta / Nicola Tollin
Externe Publikationen, 10.10.2018

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