G7-Gipfel in Biarritz

 

Die G7 erfüllt eine wichtige Rolle in der Global Governance-Architektur, auch wenn sie seit der Gründung der G20 in der globalen Politik in den Hintergrund gerückt ist. Als Zusammenschluss der größten Industrienationen wurde die G7 als informelles Treffen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs Mitte der 1970er Jahre ins Leben gerufen. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg einer Reihe von Schwellenländern wurden die Gipfeltreffen der westlichen Industrienationen einschließlich Japans aber zunehmend nebensächlich. 2007 versuchten die G7 auf dem Gipfel in Heiligendamm ihre Relevanz durch die Einladung einer Reihe von Schwellenländern zu erhöhen. Daraufhin folgte auf dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise im Dezember 2008 die Gründung der G20 auf Ebene der Staats- und Regierungschefs. Eine Dekade nach der Wachablösung durch die G20 ist die G7 allerdings keineswegs in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Die Verpflichtung der G7 zu einer Dekarbonisierung der Weltwirtschaft auf dem Gipfel im deutschen Elmau im Juni 2015 spielte zum Beispiel eine wichtige Rolle für den erfolgreichen Abschluss des Pariser Klimaabkommens im Dezember 2015. Spätestens seit dem Amtsantritt von Donald Trump als US-Präsident im Jahr 2017 rücken die G7-Gipfel – und die mit ihnen einhergehenden Auseinandersetzungen über die Bedeutung internationaler Kooperation – wieder stärker in den Fokus der Weltöffentlichkeit.

 

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